Düsseldorf ist wieder oben auf

(tg) Düsseldorf behält in einem am Ende hitzigen Spitzenspiel gegen Herringen die Oberhand und si- chert sich mit einem 4:1-Erfolg nicht nur wieder die alleinige Tabellenführung, sondern – nach dem 5:4 im Hinspiel – auch endgültig den besseren direkten Vergleich, der allerdings erst dann zum Tragen kommt, sollten beide Teams nochmals punktgleich sein.


SK Germania Herringen – TuS Düsseldorf-Nord 4:1 (1:1)

Lange Zeit behielten die Protagonisten des Gipfeltreffens kühlen Kopf und konzentrierten sich auf die sportlichen Aspekte. Am Ende ließen sich die Akteure von der Hexenkessel-Stimmung auf den Rängen anstecken, was zu einem unschönen Ende führte: Herringens Kevin Karschau und dessen Mannschaftsdelegierter Norbert Hages sahen in der 46. Minute „Rot“.

Die letzten vier Minuten konnte Düsseldorf also in doppelter Überzahl in aller Ruhe und Gelassenheit dem Sieg entgegensehen, wobei sie sich taktisch klug anstellten und nicht auf Biegen und Brechen einen fünften Tor hinterherrannten. Warum auch unnöti- ges Risiko eingehen, denn die Torbilanz ist in der Tabelle nahezu unwichtig. Doch der Reihe nach…

Anfangs tasteten sich beide Seiten erst einmal ab, sicherten das eigene Tor und verhinderten somit einen frühen Treffer. Als ers- tes wagten sich dann die Düsseldorfer aus der Deckung, was zu einem Penalty führte, den Jonas Pink sicher verwandelte (11.). Damit waren die Gastgeber noch mehr unter Zugzwang, taten sich damit aber sehr schwer, denn die TuS-Abwehr stand felsensi- cher. Aber die Geduld zahlte sich aus, in der 24. Minute war die Lücke da und Liam Hages brachte die Kugel zum 1:1 in den geg- nerischen Maschen unter – Halbzeitpause.

Aus der kehrten die Düsseldorfer mit einer faustdicken Überraschung zurück: Sie suchten ihr Heil im Angriff und überrumpelten die Germanen damit regelrecht. Die hatten mit so viel Offensive augenscheinlich nicht gerechnet und fanden kein probates Mittel, um den Sturmlauf der Rheinländer erfolgreich zu stoppen. Die Folge: Ein Doppelschlag von Andreas Paczia (30.) und Tarek Abdalla (32.), der die SGK-Nöte naturgemäß noch größer machte.

Wie reagierten die Herringer nun? Erst einmal gar nicht, um dann kopflos anzurennen. Tödlich gegen die sichere TuS-Abwehr, die immer wieder blitzschnell umschaltete und somit Tarek Abdalla schließlich zum 4:1 auf die Reise schickte (39.). Dieser Treffer war im Grunde schon der K.o. für die Westfalen. Die versuchten sich in einer Auszeit noch einmal ein passendes Konzept für den Endspurt zurecht zu legen (42.), bremsten sich durch die blaue Karte für Kevin Karschau aber selbst aus (43.). Zwar zog Düssel- dorf daraus keinen weiteren Nutzen, da Direkter und Überzahl ohne Torerfolg blieben. Mussten sie aber auch nicht, denn die Hausherren spielten im weiteren Verlauf nur eine knappe Minute komplett: Bis zur eingangs erwähnten doppelten Hinausstellung von Kevin Karschau und Norbert Hages.

SK Germania Herringen: T. Tegethoff, M. Schartner; K. Karschau, Li. Hages, M. Stork, S. Gürtler, J. Klein, R. Schulz, L. Kar- schau, Lu. Hages. – TuS Düsseldorf-Nord: Lu. Brandt, J. Kutscha; T. Abdalla, D. Carrilho, A. Beckmann, C. Gatermann, A. Paczia, T. Paczia, J. Pink, D. van Willigen. – Schiedsrichter: T. Flössel / D. Loewe.

Torfolge: 0:1 (11./Penalty) J. Pink, 1:1 (24.) Li. Hages, 1:2 (30.) A. Paczia, 1:3 (32.) T. Abdalla, 1:4 (39.) T. Abdalla. – Zeitstrafen: SKG 2 min (K. Karschau/43.) – TuS 0 min – Rote Karte: Kevin Karschau (46./SKG), Norbert Hages (46./SKG) – Teamfouls: SKG 7 – TuS 5.

PM2018-026