Nachruf auf Siegward Frigge – Über Jahrzehnte der Bundesliga verbunden.

Am 28. November 2025 verstarb Siegward Frigge im Alter von 84 Jahren nach schwerer Krankheit. Mit ihm hat nicht nur sein Heimatverein SK Germania Herringen eine prägende Persönlichkeit verloren. Als Spieler erlebte er die Gründung der Rollhockey-Bundesliga, stieg mit den Gemanen 1967 aus der Oberliga-West auf und war damit quasi selbst Gründungsmitglied des Rollhockey-Oberhauses. Der Bundesliga sollte er über viele Jahrzehnte verbunden bleiben. Viel Herzblut und Engagement widmete er auch dem vereinseigenen Rollhockey-Nachwuchs: Zahlreiche Meistertitel in den 70 Jahren tragen seine Handschrift.

Der Rollhockey-Bundesliga blieb er auch nach dem Ende seiner Laufbahn als Spieler weiter treu. 1971 startete er als Schiedsrichter durch. Ein gutes Auge und das richtige Gespür für knifflige Situationen führten ihn schnell in die höchste Spielklasse. Und gerade einmal neun Jahre nach seinen ersten Einsätzen auf nationaler Ebene legte er auch die internationale Prüfung ab. In den folgenden Jahrzehnten gehörte er zu den besten Schiedsrichtern Europas. Er leitete Spiele auf höchstem Niveau. Im Gespann mit seinem Kollegen Horst Brune, war das Schiedsrichter-Duo aus Hamm in den Rollhockey-Hallen Deutschlands zuhause.

Für seine fachliche Stärke, seine Ruhe und seine Fairness wurde Siegward Frigge auch international geschätzt. Er leitete viele Begegnungen im Europapokal und repräsentierte das deutsche Rollhockey bei sechs Europa- und drei Weltmeisterschaften. 2004 beendete er seine beeindruckende Karriere als aktiver Schiedsrichter.

Mit Siegward Frigge haben viele Weggefährten im SK Germania Herringen und in der Rollhockey-Bundesliga einen wahren Sportfreund verloren. Die Rollhockey-Gemeinde wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.