RSC Cronenberg gewinnt Damen-Pokal

Der RSC Cronenberg ist Deutscher Pokalsieger der Damen. Nach einem 2:2 im Hinspiel in eigener Halle gewannen die „Dörper Cats“ am Samstag beim SC Bison Calenberg mit 4:2 (1:1).

Letztendlich war es die Jüngste auf dem Feld, Cronenbergs Carlota Molet Sabater, die nach ihrem Tor zum 1:3 abgebrüht mit dem 1:4 per Direktem Freistoß den Deckel auf eine Partie machte, die lange Zeit ausgeglichen war, dann aber eine turbulente Schlussphase erlebte: Dort sah zunächst Bison-Coach Milan Brandt nach zwei blauen die rote Karte, nach Schlusspfiff kassierte Calenbergs Torhüterin Anna-Lena Behrens ebenfalls Rot. Auf der anderen Seite feierte Cronenberg, das mit Nina Necke eine Rückkehrerin im Kader begrüßte. Dass die Nationalspielerin ihre Verletzung überwunden hat, bewies sie mit zwei blitzsauberen Toren.

Calenberg startete vor stolzer Kulisse von mehr als 200 Zuschauern entschlossen, übernahm das Kommando auf dem Feld – der Pokal sollte nach dem Vorjahressieg in Eldagsen bleiben. Dennoch ging Cronenberg in Front, Judit Burgaya Ventura egalisierte aber kurz vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie etwas, beide Teams wollten keine entscheidenden Fehler machen. Dennoch drängten die Bisons auf den Ausgleich, kamen aber nicht gefährlich genug zum Abschluss. Die Gäste behielten dagegen die Ruhe im Spiel, setzten aus einer sicheren Abwehr heraus auf gefährliche Konter, von denen Nina Necke einen zum 1:2 abschloss. Nach dem 1:3 lief den Gastgeberinnen dann langsam die Zeit davon, die Partie wurde zunehmend hektischer. Als Calenbergs Spielführerin Britt-Stina Brandt dann die blaue Karte kassierte, führte das zu heftigen Protesten und der ersten roten Karte. Cronenberg konnte den fälligen Strafstoß zwar nicht nutzen, setzte aber wenig einen Treffer drauf. Neun Sekunden vor dem Ende versenkte Anna Hartje einen Penalty zum 2:4. Das war aber nur Ergebniskosmetik, wenige Momente später brandete der Jubel der Gäste los.

Calenberg: Anna-Lena Behrens, Lotta Dicke – Judit Burgaya Ventura (1), Anna Hartje (1), Kim Henckels, Britt-Stina Brandt, Lisa Dobbratz, Clara Nowotka, Miriam Simon, Rebecca Timmermann.

Cronenberg: Lara Immer, Annika Gouder de Beauregard – Alida Grusenick, Yolanda Kahmann, Leonie Lütters, Lea Seidler, Mia Bücheler, Nina Necke (2), Carlota Molet Sabater (2).