Deutsche Teams wollen zurück auf internationales Parkett

Die Planungen für die neue Bundesliga-Saison laufen bei Verband und Vereinen auf Hochtouren. Trotz oder gerade wegen der nur schwer abzuschätzenden Corona-Lage wollen die Teams ab Ende September den ersten Schritt zurück zur (gedämpften) Normalität wagen und in den Spielbetrieb der Saison 2020/2021 starten. Auch der europäische Verband plant bereits die kommende Europapokal-Saison. In diesen Tagen läuft die erste Frist zur Voranmeldung ab.

Da wegen der Corona-Krise alle nationalen Ligen vorzeitig beendet wurden und die finanziellen Voraussetzungen zur Teilnahme auch bei den Profi-Clubs aus Südeuropa nicht allerorten sicher ist, behält sich World Skate Europe eine Anpassung des Europapokal-Modus vor, falls die Zahl der Meldungen unerwartet niedrig ausfällt. Die Rückkehr zu einem Modus mit K.O.-Runden statt Gruppenphase scheint bei den Damen möglich.

Meister Herringen bekundet Interesse am Euroliga-Startplatz

Eine fixe Zusage der Clubs ist erst Ende Juli erforderlich. Der deutsche Meister SK Germania Herringen plant für die Euroliga, sieht für eine Zusage allerdings auch die Voraussetzung auch vor gut besetzter Heim-Kulisse spielen zu können, tragen die Heimspiel-Erlöse doch nicht unerheblich zur Finanzierung der Euroliga-Teilnahme bei. Ohne oder nur mit wenig Publikum dürfte die Kompensation der zu erwartenden Kosten nur schwer möglich sein.

Walsum, Cronenberg, Remscheid wollen doppelt ran

Der TuS Düsseldorf-Nord möchte mit seinem Herren-Team im WSE-Cup, dem Europapokal starten. Die beiden bergischen Clubs RSC Cronenberg und IGR Remscheid sowie die REGS Walsum möchten gerne sowohl mit den Herren, als auch den Damen auf das internationale Parkett. Dabei sind sich die drei Damen-Teams einig: Das geht nur, wenn der Wettbewerb wieder im K.O.-Modus gespielt wird, sich man also von Runde zu Runde vorarbeiten muss. An einer Gruppenphase mit sechs Spieltagen wie in der letzten Saison, haben weder der deutsche Meister IGR Remscheid, noch die Liga-Konkurrenten aus Wuppertal und Duisburg Interesse.

Nun bleibt es zunächst abzuwarten, wie sich das neue Rollhockey-Komitee bei World Skate Europe entscheidet. Die von ihren Vorgängern für die letzte Saison durchgesetzte Gruppenphase endete mit dem schmalsten Teilnehmerfeld seit Start des europäischen Damen-Wettbewerbs. Nur acht Teams aus drei Nationen gingen im Herbst 2019 an den Start. Im Juli will man sich nun zum Modus der neuen Saison äußern. Die deutschen Vertreterinnen hoffen auf eine Rückkehr zum bewährten Modus.