ERGI Damen mit Überraschung in Spanien

(tg) Eine starke Vorstellung zeigte der deutsche Meister ERG Iserlohn auf europäischer Ebene und erspielte sich beim spanischen Titelträger und Cup-Verteidiger CP Voltrega ein mehr als verdientes 4:4-Remis. Damit haben die Westfälinnen nun am 17. Februar im Rückspiel in eigener Halle am Hemberg alle Chancen, sich für das Final-Four-Turnier zu qualifizieren.

CP Voltrega – ERG Iserlohn 4:4 (2:3)

Die Iserlohnerinnen waren mit großem Selbstbewusstsein nach Katalonien gereist und zeigten dies auch von der ersten Sekunde an auf dem Parkett. Mit einer überaus konzentrierten Abwehrleistung sammelte der deutsche Meister weiteren Rückenwind, um beim schnell vorgetragenen Kontern dann ebenso zielstrebig wie gefährlich vor Voltregas zu kommen.

Auf diese Weise hatte Iserlohn schnell ein deutliches Chancenplus, denn die Gastgeberinnen kamen nur überaus selten zu einem ernsthaften Abschluss, während Maren Wichardt, Laura La Rocca und Co. immer wieder CPV-Torfrau Aina Lafon auf die Probe stellten. Dass es schließlich per Bauerntrick klappen sollte, war allerdings ein wenig überraschend, auch wenn Laura La Rocca diese Finesse mit Perfektion ausübte (17.).

Und nur 14 Sekunden später gab es erneuten Jubel für die Iserlohnerinnen, als Aina Lafon einen Ball direkt auf Laura La Rocca spielte, die dann nicht lange fackelte und zum 2:0 einschob. Und die Deutschen blieben am Drücker, trafen durch Maren Wichardt nur den Querbalken (19.), ehe Svenja Runge aus der Distanz das 3:0 gelang (22.).

Die Katalaninnen zeigten sich deutlich irritiert, hatten dann aber das nötige Glück, um nur wenige Augenblicke später den ersten Patzer der ERG-Defensive gleich zum 1:3 nutzen zu können, als Nara Lopez am langen Pfosten völlig frei stand (22.). Danach aber stand die Iserlohner Abwehr wieder, sodass es ziemlich ärgerlich war, als Cristina Barcello eine halbe Minute vor Ablauf der Uhr aus dem Gewühl heraus doch noch das 2:3 gelang.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, weil vor allem die Gastgeberinnen nun deutlich mehr Tem- po machten. Iserlohn dagegen blieb aus gutem Grund der bisherigen Marschroute treu. Chancen gab es somit hüben wie drüben, so richtig zwingend waren die vielen Distanzschüsse allerdings nicht. Folglich war es durchaus Zufall, dass Voltrega nun zuerst zum Zuge kam, als Adriana Gutierrez aus spitzem Winkel eine Lücke zum 3:3 fand (37.). Doch nur eine gute Minute darauf lag Iserlohn wieder in Führung, denn auch Maren Wichardt hatte aus der Halbdistanz heraus perfekt Maß genommen. Zwölf Minuten also trennten Iserlohn noch vom Sieg …

… doch nach sechs Minuten war der Gleichstand wieder hergestellt. Adriana Gutierrez hatte einen Fehlpass aufgenommen und konnte von Maren Wichardt nur noch per Foul gestoppt werden. Den Penalty donnerte Cristina Barcello dann knallhart ins Tornetz (44.). Dabei blieb es dann aber auch, denn in einer dramatischen Schlussphase konnten beide Teams ihre Chancen nicht mehr nutzen. So vergab Maren Wichardt ebenso einen Direkten (47.) wie eine Minute darauf Natasha Lee (48.).

CP Voltrega: A. Lafon, T. Bernarda; N. Lee, B. Tarrida, C. Barcello, A. Romero, A. Gutierrez, A. Arxe, N. Lopez, J. Comas. – ERG Iserlohn: C. Wienberg, J. Ehlert; S. Pothöfer, M. Wichardt, F. Neubert, K. Neubert, L. La Rocca, S. Runge. – Schiedsrichter: R. Torres / F. Cardoso (POR).

Torfolge: 0:1 (17.) L. La Rocca, 0:12 (17.) L. La Rocca, 0:3 (22.) S. Runge, 1:3 (22.) N. Lopez, 2:3 (25.) C. Barcello, 3:3 (37.) A. Gutierrez, 3:4 (38.) M. Wichardt, 4:4 (44./Penalty) C. Barcello. – Zeitstrafen: CPV 0 min – ERG 0 min – Teamfouls: CPV 5 – ERG 10.

PM2018-019