Ausnahme vom passivem Spiel

Die Versammlung der Bundesliga-Trainer hat am 29.10.2017 während der Trainertagung geschlossen den Wunsch geäußert die nationale Auslegung des passiven Spiels ab sofort und unabhängig davon, dass bereits Spiele ausgetragen wurden, an die aktuelle internationale Auslegung anzupassen. Es ergeben sich deutliche Vorteile für die international agierenden Mannschaften, ohne dass dabei spürbare Nachteile in den nationalen Ligen entstehen.

Darüber hinaus ist festzuhalten, dass mit dieser Regelauslegung kein unbedingt neuer Sachverhalt geschaffen wird. Passives Spiel bezieht sich nämlich nicht ausschließlich auf die 45 Sekunden Regel, also die Zeitspanne bis zu welcher eine Angriffssequenz abgeschlossen sein muss. Auch die 5 Sekunden und die 10 Sekunden-Regel kennzeichnen in ihren besonderen Ausprägungen passives Spiel.

Folglich war es auch schon nach der bisherigen Regelfassung erlaubt, in Unterzahl nach einer blauen oder roten Karte die jeweiligen zeitlichen Begrenzungen (Ballbesitz in der eigenen Defensivzone und Abschluss einer Angriffssequenz) zu überschreiten. Insoweit wird keine neue Spielregel geschaffen.

Deshalb sieht die Schiedsrichterkommission Rollhockey auch kein Problem in einer sofortigen Umsetzung und Beachtung dieser Regelauslegung in allen Ligen und Wettbewerben.